#43 Bidirektionales Laden: Der Startschuss ist gefallen

Shownotes

In dieser Podcastfolge sprechen Katharina und Max mit Ulrich Reiner und Jan Burkhardt aus der Abteilung „Strategy & Innovation“. Gemeinsam blicken sie auf einen knapp zweijährigen Feldtest mit Audi zum bidirektionalen Laden zurück – ein Projekt, das die Zukunft der Energie- und Mobilitätswelt greifbar macht. Die beiden geben spannende Einblicke in ihre Erfahrungen, teilen prägende Aha-Momente und sprechen offen über die Herausforderungen während der Umsetzung. Ehrlich und mit wertvollen Learnings aus erster Hand. Kleiner Spoiler: Der Startschuss für das bidirektionale Laden ist gefallen – und die Reise hat gerade erst begonnen.

Infos zur neuen witty flex: https://hager.com/de/loesungen/ladeinfrastruktur/flexibles-laden

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Wir freuen uns über eure Wünsche und Anmerkungen zum Podcast unter:

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00:00:02:

00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zurück zu einer neuen Folge von Zukunft elektrisch.

00:00:12: Der Hager Podcast, in dem wir Trends- und Themen in und aus der Elektrobranche besprechen!

00:00:17: Mein Name ist Katharina

00:00:19: Und ich bin Max – auch wieder dabei!

00:00:23: Heute haben wir ein ganz ganz besonderes Thema dabei und da freue ich mich tatsächlich schon seit Monaten drauf Ist richtig spannend und zwar geht es heute ums Bidirektional-Laden.

00:00:36: Ja, ein Thema das wir ja auch auf der Leitende Bildung schon präsentiert haben Und da stellen sich natürlich ganz viele Fragen.

00:00:44: Ein ganz großes Thema mit sicherlich auch vielen Möglichkeiten.

00:00:47: Wir wollen heute mit euch zusammen und unseren Experten die wir gleich vorstellen werden klären was passiert eigentlich wenn ich bidirektionales Laden umsetze?

00:00:58: Was passiert wenn nicht das Elektroauto eben nicht nur zum Fahrnutz, sondern eben auch als aktiven Teil in die Elektroinstallation aufnehme.

00:01:06: Elektro Installation war das Stichwort weil wir wollen auch zeigen was das für das Elektrohandwerk bedeutet dass es da ganz neue Chancen gibt und vor allem auch für die Anforderungen und Planung für die Installation.

00:01:19: Das waren dann auch die Kunden, die Endkunden dementsprechend richtig berät auf was man alles achten muss.

00:01:27: Absolut, denn man kann glaube ich schon vorab sagen wie Direktionales Laden ist eben kein einzelnes Produkt sondern es geht definitiv mit einer Änderung des Nutzungsverhaltens einher.

00:01:37: Das heißt man muss sich einfach anders umstellen im Gebäude, man muss diese Nutzung eben auch mit in sein eigenes Leben integrieren.

00:01:44: aber das wissen unsere beiden Interviewpartner relativ gut.

00:01:48: Genau herzlich willkommen Jan und Ulrich.

00:01:52: Die beide haben über mehrere Jahre einen Feldtest begleitet mit unserer Tochtermarke E-III DC und Audi zusammen, wo man mit echten Haushalten dann auch das Ganze wie gesagt getestet hat.

00:02:04: Und natürlich mit echte Fahrzeugen und echten Installationen!

00:02:08: Hi Ulrich,

00:02:09: hi Jan

00:02:10: Hallo Sam

00:02:11: Herzlich Willkommen.

00:02:13: Wir haben ganz viele Fragen.

00:02:16: Wie funktioniert die Direktionaleslagen?

00:02:18: Wo hagt es noch?

00:02:19: was sind Konkret, ja die Auswirkungen für unsere Elektrohandwerkerinnen und Handwerker.

00:02:25: Also wir haben einiges vor mit euch heute zu besprechen!

00:02:38: Ja hallo Katharina, hallo Max.

00:02:39: erst mal vielen Dank für die Einladung zu eurem Podcast.

00:02:43: Ich muss sagen ich durfte schon mal Gast sein.

00:02:47: Ich freue mich sehr, wir freuen uns sehr heute dabei sein zu dürfen.

00:02:51: Mein Name ist Ulrich Reiner Und ich durftet den Feldtest zum BIDI-Laden als Projektleiter begleiten Und dabei war meine Aufgabe, die richtigen Fragestellungen zu definieren.

00:03:02: Den Feldtest von der Struktur her aufzubauen und sicherzustellen dass wir am Ende nicht nur Daten gesammelt haben und Kilometer gefahren sind sondern dass wir wirklich belastbare nutzbare Erkenntnisse gewonnen haben.

00:03:14: Ja und dann genau der Stelle kommt dann der Jan ins Spiel.

00:03:17: Genau!

00:03:18: Danke für die Einladung.

00:03:20: Mein Name ist Jan und bei HGAR bin ich Innovation

00:03:23: Engineer

00:03:24: im Bereich Energie, Management und Immobilität.

00:03:29: Und vor dem Feldtest habe ich mich bereits mehrere Jahre sehr intensiv theoretisch mit dem Thema beschäftigt.

00:03:35: Das heißt, ich habe eine Simulationsumgebung aufgebaut und verschiedene Szenarien einfach mal durchgespielt.

00:03:43: Die ganz große Frage ist natürlich immer wie viel Potenzial steckt denn wirklich dahinter?

00:03:48: Im Projekt selbst habe ich die Koordination der Teilnehmer übernommen habe die Installation betreut und später dann ja, die Auswertungen und die Aufarbeitung in Analyse der Daten

00:03:59: gemacht.

00:04:00: Okay wow!

00:04:01: Das hört sich super spannend an.

00:04:02: ihr merkt schon wir haben wirklich einiges vor.

00:04:05: Bevor wir damit aber starten würde ich glaube ich der Einfachheit Heike nochmal kurz definieren wollen was genau meinen wir eigentlich mit bidirektionalem Laden?

00:04:15: Ja das bidirectionale Laden ist relativ neu man liest jetzt aber immer öfter.

00:04:21: im Prinzip ist das bidirektionale Laden in der Form besonders, da die Energie jetzt beim E-Auto nicht nur zum Fahren genutzt werden kann.

00:04:30: Sondern die Energie kann bei Bedarf auch wieder aus dem Fahrzeug entnommen werden um sie woanders zu nutzen.

00:04:36: Das ist das besondere Bidirektional also zwei Richtungen und im Fall von Vehicle to Home, also V-IIH abgekürzt, ist es im eigenen Gebäude, im eigenen Heim möglich.

00:04:47: Bei V- IIG, Vehicle To Grid wäre das im öffentlichen Stromnetz

00:04:51: Genau, also klassisch oder unidirektional bedeutet der Strom fließt nur in Einrichtungen.

00:04:57: Das heißt man lädt sein Fahrzeug dann aus dem Netz oder im Idealfall aus der PV-Anlage und ja beim p-direktionalen Laden ist der Stromfluss dann auch zurück

00:05:07: möglich

00:05:08: das heißt aus der Fahrzeugbatterie zurück ins Haus oder ins Gebäude oder perspektivisch die Urrichtung gesagt da zurück auf ein Stromnetz.

00:05:17: Und einen Begriff den wir in diesem Zusammenhang dann oft hört es V to X. Das bedeutet Vehicle-to-anything.

00:05:24: Und das X ist da immer das Ziel und da hat man dann verschiedene Szenarien, Vehicle to Home also versorgendes eigenem Haushalt ist, Vehicles to Building für größere Beute oder für Firmen oder eben Vehicle To Grid, Rückspeisung des öffentlichen Netzs.

00:05:41: was alle Varianten gemeinsam haben ist dass das Auto zu einem flexiblen Energiespeiser wird und aktiv ins Energiesystem eingebunden

00:05:49: wird.

00:05:49: Okay, das heißt dass wir haben viele viele Möglichkeiten bidirektionales Laden umzusetzen.

00:05:54: Jetzt wird mich natürlich interessieren konkret auf euren Feldtest schaut Auf welches X oder anything habt ihr euch denn in dem Zusammenhang konzentriert?

00:06:02: Genau also wir haben uns ganz bewusst auf wie kill to home konzentrierts.

00:06:06: Also Frau Zweihaar und ja zum einen haben wir das gemacht weil dieser Anwendungspall heute technisch am nächsten liegt natürlich Und zum anderen weil dieser Use Case aus unserer Sicht den greifbarsten Nutzen auch für die Haushalte und damit auch für das Elektrohandwerk bietet.

00:06:24: Das bedeutet, dass ist eigentlich der nächste logische Schritt in der Energiewende und man geht da einfach nochmal einen Schritt voraus um einfach auch die Energie, die man selbst irgendwo erzeugt besser nutzen zu können.

00:06:38: Und an der Stelle hätte ich jetzt eine Frage an euch Was hat euch persönlich am Thema Bidirektionalen Laden von Anfang an gereizt?

00:06:45: Also für mich war das von Anfang an das enorme Potenzial, dass in den Autobatterien schlummert.

00:06:51: Wir haben zum einen die Nutzung der bewahrten Fahrzeuge.

00:06:55: im Durchschnitt ist die Hälfte aller Pkw's an einem normalen Tag, die wird gar nicht bewegt und die andere Hälfe davon fährt vielleicht eine Stunde auf die Arbeiten zurück und ja, der Rest des Tages steht das Auto dann.

00:07:09: Das heißt im Schnitt, am Tischschnitt haben wir das Fahrzeug in zwei Stunden

00:07:14: am Tag verfügbar.

00:07:16: Mindestens und es wird ja dann Sinn machen auch etwas mit der Batterie dieser Zeit anzustellen.

00:07:22: Zum anderen die enorme Dimension von diesen Batterien.

00:07:26: also wenn man jetzt den Audi e-Tron betrachtet, der empfällt es zum Einsatzkram, der hat fünf neunzehnt Kilowattstunden.

00:07:32: Das ist natürlich schon im oberen Bereich angesiedelt bei Elektro Autos aber wir konnten damit arbeiten.

00:07:39: Und ja, das ist jetzt schon zehn bis fünfmal so viel wie ein typischer PV Heimspeicher.

00:07:46: Wenn man jetzt nur einen Bruchteil davon nutzbar machen könnte, wäre da schon eine massive Erweiterung und ich fände den Gedanken absurd, dass mir dieses Potenzial einfach ungenutzt stehen lassen

00:07:56: würde.

00:07:57: Nachvollziehbar!

00:07:58: Ja

00:07:58: bei mir war es vor allem so das große Ganze hier also das Big Picture nicht nur aufs Gebäude bezogen sondern welche Rolle können Millionen von diesen fahrenden Speichern fürs Energiesystem spielen.

00:08:11: Und da hat meiner Meinung nach das BD-Laden ein enormes Potenzial für die Transformation von unserem Energiessystem hin zu erneuerbaren Energien, es hat einfach eine Wahnsinnsflexibilität und das kann uns helfen, unabhängiger von Energieimporten zu werden.

00:08:26: Das ist ja in der heutigen Zeit auch nicht ganz unwichtig und hilft dann dabei mehr heimische dezentrale Erzeugte Energie zu nutzen.

00:08:34: gleichzeitig Man hat es auch im ökologischen Aspekt.

00:08:37: Wir können dadurch CO²-Emissionen reduzieren, wir brauchen weniger fossile Kraftwerke und das kann aber auch wirtschaftliche Vorteile bringen für das Gesamtsystem, aber halt auch für den einzelnen Nutzer.

00:08:49: insgesamt trägt es dazu bei dass die Resilienz im Energiesystem gesteigert wird.

00:08:54: Ja also ich fasse jetzt nochmal kurz zusammen wirklich von zwei Seiten auf dasselbe Thema irgendwie.

00:09:00: Also wir haben einmal natürlich den konkreten Haushalt der ganz konkret betroffen ist, aber wir haben eben natürlich auch nochmal einen großen Nutzen und eine große Chance für das Gesamtsystem wie du schon sagst.

00:09:10: Also abhängig von Energieträgern die möglicherweise nicht aus Deutschland kommen da bestehen riesige Chancen ja?

00:09:19: Ja ganz genau!

00:09:20: Aber beides gehört natürlich zusammen.

00:09:22: Wir nutzen jetzt den einzelnen Haushalt als Einstieg, aber die Wirkung geht deutlich darüber hinaus.

00:09:28: Da würde mich jetzt mal direkt interessieren, warum ist denn bidirektionales Laden genau so ein relevantes Thema?

00:09:35: Und das eben wahrscheinlich nicht nur für die Automobilhersteller oder die Energiewirtschaft sondern eben ganz konkret fürs Elektrohandwerk.

00:09:41: Aus meiner Sicht vor allem deshalb weil die Technik einfach schon da ist inzwischen.

00:09:46: Die Fahrzeuge können Energie wieder abgeben, die Ladeinfrastruktur und die Energiemanagement Systeme sind dafür grundsätzlich bereit.

00:09:54: Und die große Aufgabe liegt jetzt weniger in der Hardware selbst, sondern im Zusammenspiel.

00:10:00: Also Standart, Schnittstellen und natürlich die saubere Integration ins Gebäude.

00:10:05: Ja und genau das landet dann nachher beim Elektrohandwerk.

00:10:09: Unsere Insulateure spüren das eigentlich heute schon sehr konkret.

00:10:13: Heute fragen schon viele Kunden ganz gezielt nach nach Bidirektionalem Laden.

00:10:18: klar in Zeiten hohe Energiepreise Krisenunsicherheiten, da ist eine Kombination aus Elektromobilität, Photovoltaik und Heimspeicher.

00:10:28: Eine ganz neue Art, eine ganz neue Form von planbarer Sicherheit wie jeder selbst in die Hand nehmen kann auch.

00:10:34: Das schon ein Treiber, das stimmt

00:10:36: ja!

00:10:36: Und für die meisten Kunden ist das Elektro-Audio heute kein Zukunftsthema mehr, sondern steht bereits vor der Tür oder in der Garage?

00:10:44: Und da stellt sich viel natürlich automatisch die Frage, was kann ich mit dieser Batterie zusätzlich anfangen über das reine Fahren hinaus?

00:10:52: Genau.

00:10:52: Da kommt dann nochmal das Thema Versorgungssicherheit rein.

00:10:55: Stromausfälle wie wir sie auch jetzt vor kurzem in Deutschland erlebt haben, da merken die Menschen schon sehr deutlich okay dass es eine Abhängigkeit vom Stromnetz ist vielleicht gar nicht so gut in vielen Fällen und ein paar Tage ohne Strom im Winter kann man sich eigentlich kaum vorstellen.

00:11:12: heute.

00:11:12: und trotzdem ist es Realität gewesen.

00:11:14: Ja, und da hätte eben das bidirektionale Laden mit Vehicle to Home helfen können.

00:11:20: Es hätte nicht nur für Licht gesorgt im Haus sondern im Winter vielleicht auch dafür gesorgt dass die Heizung weiter betrieben werden kann oder andere wichtige Verbraucher im Gebäude weiterbetrieben werden können.

00:11:30: Und das geht sogar mit dem großen Batteriespeicher über mehrere Tage hinweg.

00:11:34: und selbst wenn der Strom im eigenen Viertel in der eigenen Straße ausgefallen ist mit Batterie Speicher in der Garage Ja, wenn der leer ist kann ich ja dann immer noch ein anderes Viertel fahren wo Strom ist und laden dort mein Auto wieder auf und komme da wieder nach Hause und versorgt das Haus weiter.

00:11:48: Also der Nutzen ist schon extrem stark hier.

00:11:52: Da muss man aber aufpassen dass wir nicht Nachbarn rüber kommen.

00:11:57: Stromausfallparty!

00:12:01: Ja genau deshalb ist Biederechtsnass laden auch kein fernes Zukunftsversprechen irgendwie Thema, das heute auch schon im Beratungsgespräch des Elektrohandwerks ankommt.

00:12:12: Also nicht etwa weil es jetzt morgen schon überall Standard ist sondern weil es heute schon realistisch erklärbar und auch planbar ist.

00:12:19: Ja und ich sag mal dass die Hardware existiert und auch schon Lösungen existieren, das haben wir ja auf der Leitenden Bildung gezeigt aber wird sehr natürlich bei diesem Produkt absolut von eurem Feldtest den ihr umgesetzt habt.

00:12:29: deswegen würde ich jetzt mal sagen schauen wir uns einfach mal an wie dieser Feldtest aufgebaut war.

00:12:34: also Ordnet den vielleicht mal kurz ein.

00:12:36: Wann ging es los?

00:12:37: Wie lange lief dieser Feldtest und was war der grundsätzliche Ansatz bei eurem Projekt?

00:12:43: Ja, dann rollen wir mal ganz die Zeit zurück und starten von Beginn an.

00:12:48: Also losgelegt haben wir eigentlich mit dem ursprünglichen Konzept schon vor zehn Jahren.

00:12:53: also das ist nicht ganz neu das Thema für uns.

00:12:55: Wir haben das vorbereitet.

00:12:56: Wir sind dann mit Audi in der ersten Kooperation gestartet und haben dort das bidirektionale Laden im ersten Laborversuch umgesetzt.

00:13:07: Damals ging es darum, erstmalige Prototypen aufzubauen in der Laborumgebung und das Zusammenspiel zwischen Fahrzeug- und Infrastruktur umzusetzen.

00:13:20: Das hat darin resultiert, dass wir im Labor einen vollfunktionsfähigen Prototyp hatten.

00:13:26: mit dem wir die ersten Szenarien testen konnten.

00:13:29: Das war wahrscheinlich auch alles sehr unter Verschluss, dass man da auch mit gegebenen Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet hat, könnte ich mir vorstellen?

00:13:38: Ja!

00:13:39: Das war schon spannend für uns.

00:13:40: ja, da auch mal so ein bisschen Einblick in das Automotive-Umfeld zu bekommen.

00:13:45: Der nächste logische Schritt war dann natürlich das Wissen aus dem Labor an die Praxis zu bringen.

00:13:50: Parallel dazu muss man noch sagen gab es dann auch eine Serienkooperation mit Volkswagen Und da wurde dann im Jahr zwanzig-treinzwanzig auf der IAA das Seriensystem Edison vorgestellt, dass auch im Feldtest genutzt wurde.

00:14:05: Das wurde damals noch in Kleinserie allerdings auf

00:14:09: den Markt gebracht.

00:14:11: und der Feldtest muss man jetzt nochmal ein bisschen abgrenzen, das ist ein reines Forschungsprojekt zusammen mit Audi, mit dem Ziel das ganze aus dem Labor und von der Messe in den realen Alltag reinzubringen also mit echten Haushalten Fahrverhalten und echten Randbedingungen.

00:14:28: Genau, der Feldtest mit Audi lief dann von dem Jahr zwanzig bis zum Jahr zweiundzwanzig.

00:14:33: Und da sind wir nicht nur in die technischen Fragen eingestiegen sondern wir konnten vor allem Erfahrungen über mehrere Jahre sammeln mit realen Nutzern wie sich das Bidi-Laden mit den Fahrzeugen im täglichen Alltagentätlichen Betrieb verhält.

00:14:48: Was waren denn dann die zentralen Ziele zur Projektstadt?

00:14:53: Was auch ganz wichtig ist, haben sich die Ziele im Laufe der Jahre, weil es ging ja auch über Jahre hinweg dann auch irgendwie verändert.

00:15:00: Ja also zu Beginn ging es für uns vor allem darum, Theorie und Praxis zusammenzubringen.

00:15:06: Also wir hatten ja aus den Simulation schon viele Annahmen darüber wie sich das speedrexenale Laden verhalten müsste Und wir wollten jetzt prüfen ob diese Effekte auch unter realen Bedingungen tatsächlich so eintreten.

00:15:20: Für uns war es wichtig, das ganze Zusammenspiel zu verstehen.

00:15:24: Nicht nur die einzelnen Komponenten für sich zu optimieren sondern Fahrzeug-, Infrastruktur-, stationäre Heimspeicher- und das Energiemanagement in Aktion zu betrachten und zu optimiren.

00:15:37: Dabei haben wir uns auch genau natürlich die Kundenakzeptanz angeschaut weil wir es eben mit echten Feldtest Teilnehmern durchgeführt haben.

00:15:45: aber auch die Installation da war auch ein Fokus drauf und das Verhalten dann das Nutzerverhalten.

00:15:50: Ja und im Lauf des Feldtests hat sich der Fokus dann auch spürbar verschoben.

00:15:55: Es ging dann weniger um die Frage, ob bidirektionales Laden grundsätzlich funktioniert?

00:16:00: Ich meine das war relativ schnell klar beziehungsweise das hatten wir natürlich schon im Labor gesehen

00:16:05: sondern

00:16:06: es ging immer stärker darum unter welchen Bedingungen es wirklich sinnvoll ist.

00:16:11: Und da hatte ja natürlich jeder auch so sein individuelles Persönliches Nutzerprofil, Profil vom Hauslastverbrauch von der Photovoltaik-Situation.

00:16:21: Die Gesamtsystemkonfiguration kann sehr unterschiedlich sein und da ist die Frage wo sind dann auch jetzt die Grenzen?

00:16:28: Und was ist ein passendes Setup für das Bidirektionale Laden?

00:16:33: Das einzuordnen war für uns ganz wichtig damit wir am Ende keine überzogenen Erwartungen haben sondern wirklich mit realen Erkenntnissen aus dem Projekt herausgehen.

00:16:42: Ja, also zusammenfassend kann man sagen am Anfang stand die technische Machbarkeit im Vordergrund und gegen Ende ging es deutlich stärker um Dinge wie Praxistauglichkeit, Robustheit.

00:16:54: Und belastbare Learnings, also Erkenntnisse, die sich auch auf zukünftliche Produkte und Anwendungen übertragen lassen.

00:17:03: Okay, also ihr hattet einiges vor.

00:17:05: da würde mich jetzt mal interessieren Wie habt ihr denn diesen Feldtest organisiert?

00:17:08: Und wer waren vielleicht auch Teilnehmer bei dem Feldtest?

00:17:11: Ja, nochmal als kleine Einordnung.

00:17:13: Der Feldtest war von Anfang an als reines Forschungsprojekt angelegt und das heißt zum Startzeitpunkt waren die eingesetzten Audi E-Tron Fahrzeuge in der Serie noch gar nicht spieldirektional.

00:17:25: Deshalb muss man dann ein bisschen nachhelfen bzw.

00:17:28: Audi hat da ein bisschen nachgeholfen.

00:17:30: Die haben da spezielle Steuergeräte eingebaut um diese Entladefunktion überhaupt zu ermöglichen.

00:17:36: Also die Umbauten der Fahrzeige auf das Prototypen-System, der Betrieb von den Fahrzeugen und Wartungen.

00:17:44: Und vor allen Dingen ganz wichtig die Erhebung von den Daten in den Fahrzeuge.

00:17:48: Das waren die Aufgaben von Audi und bei den Daten da ist aufgenommen worden wie die Batterie beansprucht worden ist, dass man ja zehn Fahrzeige im Feldtest um danach beurteilen zu können wie denn auch die Auswirkung auf die Batteriedlebensdauer der Fahrzege über den Zeitraum des Feldtests dann wirklich gewesen ist.

00:18:08: Ja, unsere Rolle lag eher auf der Infrastrukturseite.

00:18:11: Das heißt wir haben Daten

00:18:12: rund

00:18:13: um die Ladeinfrastruktur und den stationären Speicher aufgezeichnet das heißt insbesondere PV-Erzeugung, Hausverbrauch usw.

00:18:23: Und das haben wir ja mit Datenlockern bei uns erfasst und später ausgewertet.

00:18:28: Ja und da kam eine ganz gewaltige Datenmenge zusammen.

00:18:32: also wir haben knapp zehn Terabyte an Daten gesammelt auf der Infrastruktur Seite und auf der Fahrzeugsseite.

00:18:39: Und erst, indem wir beide Datenwelten sozusagen vereint haben im Rechner ausgewertet haben – es dann konnten wir wirklich das Gesamtsystem ganzheitlich analysieren, ganzheitliche untersuchen und verstehen wie sich Fahrzeug- und Gebäude im realen Betrieb unter Realbedingungen gegenseitig auch beeinflussen.

00:18:59: Es schwindet, dass wir auch eine der großen Stärken des Feldtests genau dieses Zusammenspiel aus Passwerkdaten und Infrastrukturdaten, das wird jeder zusammengeführt haben.

00:19:08: Also wir haben

00:19:09: die

00:19:10: Komponenten nicht isoliert betrachtet sondern das Gesamtsystem.

00:19:14: Ich könnte mir eben vorstellen aber wenn man dieses Gesamtsystem betrachtets, dass man schon ein klares oder ein ziemlich klares Bild davon braucht welche Technik denn jetzt tatsächlich dann bei den Kunden oder in dem Fall Feldtests Teilnehmern verbaut war.

00:19:27: Ja und dann schauen wir uns jetzt mal den technischen Systemaufbau genauer an, welche Komponenten kam überhaupt beim Feldtest zum Einsatz?

00:19:35: Und ich könnte mir vorstellen dass da halt auch neue Technik gab es ja vorher noch nicht die dann auch zum Einsatz kam.

00:19:42: Ja auf jeden fall.

00:19:43: also wir starten erstmal mit Serientechnik bei denen ein Teilnehmer wurde.

00:19:47: Im Feld ist erst mal ein gewöhnliches S&E-Hauskraftwerk von E-III DC eingebaut.

00:19:55: Das hatte aber schon eine vehicle to home ready Schnittstelle und das bildete damit die Grundlage für das Bidirektionalladen.

00:20:04: Um das Ganze dann bidirektual zu machen, musste das ganze da noch ergänzt werden durch das schon angesprochene Edison Setup und das besteht aus zwei zentralen Komponenten Einmal der wiegelte Homebox als DC-DC Wandler und einer bidirektionalen Wallbox, über die das Fahrzeugstand direkt mit Gleichstrom geladen und auch wieder entladen werden konnte.

00:20:28: Das heißt, die gesamte Kette von Fahrzeugbatterie bis zum Hybridwechselrichter war in Gleichstrom

00:20:34: ausgelegt?

00:20:34: Ja, das ist ja eher untypisch.

00:20:36: Gleichstrom im Wohngebäude.

00:20:38: Und auch das DC Laden kennt man ja eher vom Schnellladen im öffentlichen Raum an der Schnellladesäule In der Autobahn-Raststätte, das sind üblicherweise DC Schnelllader.

00:20:48: Inklusive dem CCS II Stecker in der heimischen Garage war es bis vor ein paar Jahren eher noch sehr untypisch.

00:20:56: Okay dann stellt sich aber bei mir die Frage warum nutzt man dann DC zu Hause?

00:21:02: Wenn es eigentlich untyppig auch für ein Gebäude ist?

00:21:07: Ja, die Entscheidung ist natürlich grundsätzlich erstmal Teil der Vision von E-DroidDC.

00:21:13: Natürlich, das steckt ja schon im Namen drin.

00:21:15: DC steht für Direct Current und Ziel war es die Fahrzeug-Batterie möglichst direkt und effizient an das häusliche Energiesystem anzubinden also ohne viele Wandlungsschritte und das kann man eben nur mit DC machen.

00:21:33: Ja und DC.

00:21:33: im privaten Umfeld hat sich dann auch gezeigt dass auch eine ganz schöne Herausforderung ist, muss man sagen.

00:21:40: Das sind nicht diese leichten flexiblen DC-Leitungen gewesen wie wir sie ja auch bei Photovoltaikmodulen kennen sondern es war schon ein spezielles Kabel was dann vom Keller von Batteriespeicher bis in die Garage zur Wallbox verlegt worden ist der denn den DC Strom übertragen hat.

00:21:57: und da waren ganz praktische Erkenntnisse auch mit dabei in Richtung Steifigkeit der Kabeln Längen Querschnitte, Platzbedarf.

00:22:06: Das haben wir dann alles dort auch analysiert und bewertet.

00:22:09: Ja, wir waren da bei einigen Installationen selbst mit dabei und genau dieser Herausforderung haben wir ganz konkret erlebt auch.

00:22:18: Wichtig ist es aber auch diese Punkte offen zu adressieren und daraus lernen.

00:22:23: Viele Erkenntnisse sind direkt in die Weiterentwicklung eingeflossen.

00:22:28: Auch bei den Kollegen von E-Tradee CDR im Projekt ganz eng involviert und beteiligt und aktiv waren Und insbesondere jetzt bei dem Nachfolger von dem Edison-System, also dem Urvater des bidirektionalen Laden.

00:22:41: sozusagen sind dann die nächsten Generationen schon in Arbeit und schon entstanden.

00:22:46: Das ist das Stichwort Wittiflex.

00:22:48: Ihr habt zum Eingang auch schon gesagt, dass neue Modell unsere neue bidirektionale Ladestationen, die wir auf der Lade im Building vorgestellt haben ja Ziel war es hier von den Entwicklungskollegen die Installation künftig deutlich einfacher zu machen handhabbarer für den Elektroinstallateur vor Ort ohne auf die Vorteile, das DC bidirektionalen Ladens verzichten zu müssen.

00:23:08: Ja ich denke dass Elektrohandwerk dankt euch da für diesen Gedanken!

00:23:12: Das ist schon

00:23:12: ein Umdenken im Wohngebäude.

00:23:15: Deswegen würde mich jetzt mal interessieren oder nehmen wir vielleicht so ein bisschen die Sichtweise des Elektro-Handwerks Ein, wenn wir uns den Feldtest nochmal anschauen und uns ganz konkrete Installationen und die in Betriebnahme mal anschauen.

00:23:27: Welche Voraussetzungen mussten die Haushalte denn erfüllen um an diesem Feldtest teilnehmen zu können?

00:23:33: Wir haben die Voraussetzungen für die Teilnahme bewusst sehr überschraubar gehalten.

00:23:38: also man hat um teilnehmen Zu können eine Pferonlage natürlich benötigt.

00:23:42: das war die absolute Mindestanforderung und die sollte auch nicht kleiner als sechs Kilowatt Peak sein.

00:23:49: Und außerdem braucht man natürlich eine Garage oder einen Carport für die Wallbox und die Audi e-Trons, die wurden dann als Dienstwagen zur Verfügung gestellt.

00:23:59: Weitere Kriterien wie z.B.

00:24:02: Fahrstrecken oder Anwesenheit zu Hause oder sonstiges Nutzungsverhalten haben wir ganz bewusst erst mal aus dem Vorgelassen.

00:24:09: Ja dadurch haben wir da eine ganz realistische Mischung erhalten an Feldtestteilnehmern verschiedene Haushalte verschiedene Lebenssituationen auch und individuelle Nutzungsprofile, die sich unterschieden haben.

00:24:23: Und das war wichtig ja um die Ergebnisse jetzt nicht zu verzerren.

00:24:28: Ja

00:24:28: das kann ich mir vorstellen.

00:24:29: man will ja irgendwie ein Querschnitt haben über im Prinzip verschiedenen Nutzerprofile und nicht nur eins weil dann hat man natürlich eine relativ beschränkte Erkenntnis.

00:24:38: dann eigentlich nur Wir haben es eben schon so ein bisschen angeklungen und das war ja auch so ein bissel.

00:24:42: meine Frage, aber was waren denn aus eurer Sicht die größten Herausforderungen bei der Installation und Betriebennahme?

00:24:50: Ja

00:24:50: ich glaube für viele Installateure.

00:24:52: Für viele Handwerker war dann das Thema DC-Installationsgleichstrom Verkabelung Neuland und auch erstmal mit einer Lernkurve verbunden hat angefangen mit der Beschaffung der passenden Kabel.

00:25:03: Das sind nicht typische Leitungen gewesen üblicherweise in der Elektroinstallation verwendet, sondern die kamen eher aus dem Industriebereich bis zum Einziehen der vergleichsweise starren Leiteranschlussarbeiten und das war durchaus anspruchsvoll.

00:25:17: Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen!

00:25:20: Wie war denn grundsätzlich vielleicht das gesamte Feedback aus dem Elektrohandwerk für diesen Feldtest?

00:25:24: Da sind wir wirklich froh gewesen dass das Feedback insgesamt sehr positiv war obwohl es damals als das Projekt gestartet ist Zeit, wo sehr viele Solaranlagen auch gebaut worden sind.

00:25:36: Das heißt es war gar nicht einfach jetzt auch Installationsbetriebe tatsächlich gewinnen zu können für das Projekt.

00:25:43: aber die Auftragsbücher waren voll.

00:25:45: Aber das Thema hat dann doch viele sehr interessiert und wir haben da wirklich alles möglich gemacht um auch selbst Teil von diesem Feldtest sein zu können und hier sehr früh auch Erfahrungen sammeln zu können.

00:25:56: Und der ein oder andere hat es vielleicht auch genutzt als eine Art Aushängeschild bei dem Thema auch mitsprechen zu können, wenn die Kunden Fragen stellen.

00:26:04: Das kann ich mir vorstellen ne?

00:26:05: Weil jeder hat ja damals schon von BIDI-Laden oder bidirektionalen Laden gehört aber so richtig was darunter vorstellen konnte man sich ja nicht.

00:26:14: Der Begriff

00:26:15: schwört schon lange irgendwie.

00:26:16: Genau

00:26:17: und vor allem was ich jetzt so ganz interessant finde... Man denkt da einfach, ja man macht einen Sticker in das Auto und dann kommt der Strom wieder zurück und in diesem Fall was alles gesammelt werden muss an Daten und an Materialien und sich Gedanken gemacht wurde.

00:26:32: Ich finde das wirklich höchst interessant heute.

00:26:34: Ja, sehr,

00:26:35: sehr spannend!

00:26:35: Das

00:26:36: freut mich.

00:26:38: So da kommen wir mal wieder zurück zum Thema und kommen zurück zu einer Frage weil ich würde mir auch das Nutzer verhalten und der Alltag der Projektbeteiligten da auch interessieren.

00:26:50: haben sich da die Lade- und Ansteckgewohnheiten sag' ich jetzt mal so salopp ne?

00:26:56: Der Teilnehmer im täglichen Betrieb entwickelt oder wurde das immer gleich gemacht, hat man da daraus gelernt an den Ergebnissen die man ja dann auch mitbekommen hat.

00:27:08: Dass man dann eher gesagt hat jetzt mache ich das Auto mal her dran wenn die Sonne scheint und die PV-Anlage natürlich Leistung bringt oder war es einem egal.

00:27:15: Das ist halt so was wahrscheinlich über das Projekt sich entwickelt hat.

00:27:20: Könnte

00:27:21: ich mir auch vorstellen, ja?

00:27:22: Ja also man muss erst mal sagen für viele Teilnehmer war der Feltest gleichzeitig auch der Einstieg in die Elektromobilität.

00:27:29: Das heißt sie mussten vorher vom Verbrenner gekommen und mussten den entsprechend nur tanken und nicht anstecken.

00:27:37: Auch das Laden zu Hause war dann natürlich für viele neu.

00:27:40: Und zusätzlich dazu beim B-Direktionalen kam da noch die Umstellung dass das Fahrzeug möglichst immer angesteckt sein sollte.

00:27:47: Also beim unidirektionalen Fahrzeug steckt man an, wenn man Energie benötigt und bei einem bidirektualen Fahrzeuge sollte man das immer angesteckt haben.

00:27:56: Ja aber das hat sich eigentlich.

00:27:57: nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hat sich das schnell geändert und es ist ja auch eine ganz einfache Routine, wenn ich aus dem Auto aussteig und verausgesetzt die Ladestation ist an der richtigen Position installiert muss man dazu sagen.

00:28:11: Sicherlich auch ein Learning?

00:28:13: Genau richtig!

00:28:14: Da haben wir auch mal glaube auch eine Anpassung gehabt, aber dann ist das wirklich ne Sache von Sekunden.

00:28:20: Also das ist jetzt nicht dass man da minutenlang rumhantieren muss.

00:28:24: beim DC-Laden ist das Ladekabel ja auch in der Ladestation angeschlossen fix.

00:28:28: Das heißt ich muss es nicht erst aus dem Kofferraum holen und dann war das keine zehn Sekunden extra auffahnt.

00:28:34: Das gehen auch in Fleisch und Blut über könnte ich mir vorstellen.

00:28:36: so wie das Auto abschließen wenn man aussteigt gleich noch das kabel anschließend?

00:28:40: Ja genau also Sobald das mal drin war bei den Teilnehmern, wurde es im Prinzip zur Routine.

00:28:45: Also Stored Eviction in ein paar Sekunden und ist kein großer Zusächeraufwand mit einem großen Mehrwert.

00:28:51: Okay,

00:28:51: d.h.,

00:28:52: die Teilnehmer haben das relativ schnell geschnackelt, sage ich jetzt mal, dass sie dann immer das Auto anschließen müssen.

00:28:58: aber welche Rolle spielt das denn?

00:29:00: Dass immer angesteckt sein, sag' ich jetzt für dieses Vehicle to Home-Laden oder Endladen in dem Fall

00:29:09: Ja, eigentlich ist das A und O ja.

00:29:11: Natürlich kann das Energiemanagement nur auf die Flexibilität des Fahrzeugs zugreifen wenn das Fahrzeug auch angeschlossen ist.

00:29:19: Und da reicht es halt eben nicht aus dass Fahrzeug nur anzuschließen wenn die Sonne scheint.

00:29:22: Da denkt man dann vielleicht dran.

00:29:24: aber wenn das Flugzeug dann eben nachts nicht angeschlossen isst Aber dann eben Energie benötigt wird im Gebäude Dann steht natürlich auch nichts zur Verfügung zum Rückspeisen.

00:29:35: Das heißt die einfache Regelung das Auto ist abgestellt Stecker rein, dann kann das Energiemanagementsystem alles von alleine managen und man muss eigentlich gar kein Gedanken dran verschwinden.

00:29:44: Ja, das Energie-Management entscheidet dass dann situationsabhängig wann Energien das Fahrzeug geladen werden soll oder man eben Energie entnommen werden soll.

00:29:54: Und ja die Teilnehmer bekommen das dann auch gar nicht direkt mit wenn es irgendwie nachts passiert.

00:29:59: Das Haus wird dann versorgt und am nächsten Morgen war dann trotzdem noch genügend Energie für die geplante Fahrt im Fahrzeug vorhanden.

00:30:06: Da würde mich jetzt mal interessieren, weil das ja immer so ein zentrales Thema ist.

00:30:12: Gibt es da Nutzerprofile die sich besonders gut für dieses System des bidirektionalen Ladens eignen oder auch vielleicht sogar welche wo sie nicht gut eignet?

00:30:23: Ja auf jeden Fall!

00:30:24: Also diese Unterschiede konnte man klar sehen.

00:30:28: Es gab zum Beispiel Teilnehmer die waren sehr viel unterwegs und die waren vielleicht im Außendienst Hatten lange Pendelstrecken von teilweise über hundert Kilometer pro Richtung.

00:30:40: Und die hatten dann einmal natürlich weniger Energie im Fahrzeug zur Verfügung, die überhaupt entladen werden konnte später und auch weniger Gelegenheiten das Auto anzustecken.

00:30:52: Da hat man dann deutlich gesehen dass da auch wenig bei rumgekommen ist.

00:30:56: Ja für die Wirtschaftlichkeit war es dann besonders wichtig, dass ein gewisser Strombedarf im Gebäude ist.

00:31:03: Damit sich Vehicle-to-Home lohnt, braucht man eine gewisse Grundlast und einen gewissen Grundverbrauch.

00:31:08: Und Haushalte mit größeren Verbrauchen wie Wärmepumpe oder anderen höheren Strombedarfen die hatten hier ein deutlich höheres Potenzial als Haushalten mit niedrigen Verbrauch und das Potential hat dann dazu geführt dass es sich das Sicht des dort mehr lohnt.

00:31:23: Was

00:31:23: wir ja auch schon vorher aus den Simulationen wussten ist natürlich energetisch keinen Sinn macht

00:31:29: das

00:31:30: Auto dauerhaft für sehr kleine Leistungen von ein paar hundert Watt zu aktivieren.

00:31:35: Also wir haben da relativ hohe Umwandlungsverluste in dem Fall

00:31:39: und

00:31:39: daraus ist ja so ein bisschen der Schiffmod entstanden, und das war für uns das zentrale Element im Feldtest um das Ganze in der Praxis überhaupt testen zu können.

00:31:51: Also ganz, ganz wichtiges Thema der Schiffmut, den werden wir gleich mal besprechen.

00:31:56: Aber ich denke jetzt gerade an dieser Stelle können wir nur noch ganz kurz zusammenfassen.

00:31:58: Das fand ich nämlich gerade sehr spannend.

00:32:00: also wenn wir von dem attraktiven Nutzer oder Käufer für ein bidirektionales System sprechen, sprechen wir von jemanden, der eben nicht super viel unterwegs ist mit seinem E-Auto, der relativ viele Standzeiten hat und aber einen hohen Stromverbrauch hat.

00:32:15: das hier schon eine wichtige Erkenntnis auch für unsere Zuhörer dass man das eben auch im Hinterkopf hat, wenn man mal mit Kunden spricht.

00:32:22: Da sollte ... Das Klöckchen klingen!

00:32:25: Stichwort

00:32:25: Home-Office.

00:32:26: Genau, das ist ein ganz wichtiger Punkt an der

00:32:29: Stelle.

00:32:31: Ja, bietet definitiv große Chancen.

00:32:34: Also wichtige Erkenntnis?

00:32:36: Haken

00:32:36: dran?!

00:32:37: Jetzt zum nächsten wichtigen Erkenntniss die ihr ja in eurem Feldtest bekommen habt, dass kleines Entladen der Batterie keinen Sinn macht.

00:32:47: Stichworte Shift Mode.

00:32:49: Ich denke, das braucht eine Erklärung.

00:32:50: Was genau ist der Shift Mode und warum war es eben für diesen Feldtest so wichtig?

00:32:57: Ja, diesen Shift-Mode also verschiebe Modus den haben wir nicht erst im Feldtest entwickelt.

00:33:03: Den haben wir schon vorher in den Simulationen die der Jan durchgeführt hat auch schon gesehen und ausentwickelt sozusagen und im Feldtest haben wir das untersucht und den mehr wird dann wirklich live gesehen.

00:33:17: Dieser Verschiebemodus ist wirklich zentral wichtig, weil er das Fahrzeug erstmal richtig sinnvoll für die typische Hausversorgung nutzbar macht.

00:33:26: und der Strombedarf im Haus.

00:33:28: Der ist eher moderat die meiste Zeit ein paar hundert Watt und nur wenn man jetzt große Verbraucher wie zum Beispiel ja den Herd, die Waschmaschine in den Trockner einschaltet dann steigt der Leistungsbedarf an und dann ist das Ganze auch effizient aus dem Fahrzeug zu versorgen.

00:33:45: aber speziell nachts ist der Strombedarf sehr gering.

00:33:49: Und die Fahrzeuge selbst, die sind jetzt nicht unbedingt zusätzlich noch dafür ausgelegt, dauerhaft sehr kleine Leistungen bereitzustellen.

00:33:57: und deswegen um die Effizienz- und Lebensdauer des Fahrzeuges nicht zu beeinträchtigen braucht man hier einen Puffer.

00:34:05: Dieser Puffa ist eben durch den Shiftmode mit dem Heimspeicher realisiert.

00:34:10: Der Heimspeicher versorgt dann das Haus kontinuierlich mit kleiner Leistung Und eigentlich erst kurz, bevor der Heimspeicher leer ist wird das Fahrzeug geweckt für einen kurzen Zeitraum und es findet eine Umladung statt.

00:34:22: Energie aus dem Auto wird in den Heimspeicher übertragen und so können dann alle Komponenten im bestmöglichen Arbeitspunkt betrieben werden.

00:34:31: Ja genau also was auf den ersten Blick vielleicht wie ein Umweg wirkt ist tatsächlich energetisch deutlich sinnvoller weil statt ein paar hundert Watt immer einen langen Zeitraum zu versorgen laden wir hier mit Vier Komma Fünf Kilowatt vom Auto in den Speicher um und damit sind wir in einem sehr viel besseren Wirkungsgrad.

00:34:51: Bereich der Wandler.

00:34:52: Okay, das finde ich wirklich sehr interessant!

00:34:55: Jetzt haben wir da noch einen Zwischenpuffer um dann mit gleichbleibender Last auch den Zwischenspeicher zu laden.

00:35:03: aber welche Unterschiede habt ihr da beobachtet?

00:35:06: Wenn man jetzt das vergleicht, das Auto direkt entglädt ins Haus oder mit dem Zwischenpuffer, mit dem Schiffmod.

00:35:14: Ja beim direkten Entladen läuft das System häufig sehr lange mit den niedrigen Leistungen und genau dort sind eben diese Verluste am höchsten.

00:35:23: Und im

00:35:24: Schiffmode verschieben wir diese Energieübertragung in einen Bereich, an dem die Komponenten effizient arbeiten und das machen wir nur für ein sehr kurzen Zeitraum

00:35:33: dann.

00:35:34: Ja und es macht eben das Energiemelangement im Gebäude komplett automatisch.

00:35:39: passende Betriebsart aus, egal ob jetzt Direktversorgung aus dem Auto oder Shift-Mode.

00:35:46: Da muss sich der Feldtestteilnehmer oder der Nutzer gar keine Gedanken dazu machen.

00:35:50: Das macht das System voll automatisch.

00:35:52: Okay, das habe ich verstanden.

00:35:53: Das heißt mehr Effizienz die Batteriebelastung ist geringer und wir haben mehr Systemlaufzeit oder Laufzeit hinten dran.

00:36:03: aber was heißt es jetzt konkret?

00:36:05: In Zahlen?

00:36:05: da hat ein Fakten sage ich mal was wurde wirklich verbessert bei den drei Punkten.

00:36:10: Also tatsächlich haben wir nicht mehr Systemlaufzeit, sondern weniger durch den Schiffmod.

00:36:15: Wir haben eine höhere Leistung und das reduziert natürlich die gesamte Aktivzeit der einmal der Fahrzeug-Elektronik und auch der Fahrzeugebatterie weil sie sind ja eher zum Fahren ausgelegt primär.

00:36:30: Das ist dann nochmal was anderes wenn man die Fahrzeugbatterie bei einem längeren Zeitraum bei sehr geringen Leistungen aktiv halten würde.

00:36:39: Zum Thema Batterie muss man jetzt noch sagen, Bidirektzeneres Laden bedeutet natürlich erstmal

00:36:44: eine

00:36:45: zusätzliche Belastung durch mehr Ladezyklen.

00:36:48: das kann die zyklische Alterung erhöhen, muss es nicht und gleichzeitig machen wir aber auch ein Energiemanagement dass die Batterie in einem moderaten Ladebereich hält Wohlfühlbereich zwischen zwanzig und achtzig Prozent.

00:37:04: Und das kann die Abnutzung auf der anderen Seite natürlich wieder reduzieren?

00:37:09: Ja, also unter dem Strich hat sich auch gezeigt mit dem Schifffmod.

00:37:12: Da haben wir ein robusteres Gesamtsystem.

00:37:15: Es ist effizienter und auch alltagstauglich und sorgt dafür dass der Speicher und das Fahrzeug sinnvoll miteinander zusammenspielen und auch vehicle to home über lange Zeit stabil funktioniert.

00:37:28: Und das ist ehrlich gesagt auch eine Frage, die mir die ganze Zeit so ein bisschen nach Verzunge gebrannt hat.

00:37:32: Wie verhält sich das mit der Batterie?

00:37:34: Weil das ist natürlich schon ein Argument.

00:37:35: Ich meine klar wir haben eine große Batterie in der Garage stehen aber es ist auch sehr teurer, je nachdem dass ihr dann über die Funktionalität sicherstellt, dass es eben diesen gesunden Bereich für die Batterie immer sich verhält.

00:37:48: Achtzig Prozent ist ja immer so einen Richtwert.

00:37:51: Ist glaube ich ein ganz gutes Signal auch für diejenigen die daran überlegen eher Auto einzubinden.

00:37:57: Würde mich jetzt auch weiterhin noch interessieren, wie denn so unsere Teilnehmer mit der Bedienung des Systems im Alltag zurechtgekommen sind?

00:38:05: Also insgesamt erstaunlich gut.

00:38:07: Ich denke ein wichtiger Punkt war dass die Nutzer zu jeder Zeit über eine App die volle Kontrolle übers Auto hatten also die Kunden dann praktisch einstellen wie weit das Auto maximal entladen werden durfte.

00:38:20: Das ist dann der Mindestladezustand.

00:38:24: Keiner ist sein Auto leer vorgefunden am nächsten Morgen.

00:38:27: Beruhigend?

00:38:29: Ja, es war immer eine Reserve praktisch da für die Mobilität.

00:38:32: Das ist ja

00:38:33: die Hauptaufgabe des Fahrzeugs und zusätzlich konnten die Teilnehmer dann auch einen Ziedladezustand definieren.

00:38:42: der war ein bisschen flexibler und man konnte dann bis mal diesen Ziedladen Zustand erreicht hat möglichst viel PV Energie mit ins Fahrzeug nehmen ohne dass man irgendwie den Komfort am Alltag eingeschränkt hat.

00:38:54: und ich denke dieses Sicherheitsgefühl war für viele auch entscheidend, um dem System zu

00:38:59: vertrauen.

00:39:00: Ja, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase war die Bedienung und die Nutzung eigentlich für die meisten Routine und port.

00:39:08: jetzt für das Prototypensystem war das Feedback durchaus sehr positiv.

00:39:12: Klar, am Anfang klemmt es und hakt's mal an ein paar Stellen.

00:39:16: Aber das war ja auch der Wunsch jetzt hier im Feldtest dort, das Gesamtsystem besser zu verstehen und es war auch Teil von dem Lernprozess für die Produktweiteentwicklung auf beiden Seiten.

00:39:27: Ja dann bin ich ja schon mal beruhigt dass man da eine gewisse Grenze einstellen kann, ne?

00:39:32: Dass das Auto sich nicht komplett entlädt.

00:39:34: Dann muss man nicht nur aufpassen, dass man's Licht am Auto anlässt sondern auch das Kellerlicht.

00:39:37: Dann ist auch das Auto leer nächsten Morgen wie auch blöd!

00:39:42: Genau, aber jetzt nochmal eine Frage von mir.

00:39:45: Welche Einstellungen oder Abläufe waren denn auch für Nicht-Techniker besonders kritisch?

00:39:50: Was muss man da einstellen bzw welche Abläufen mussten die reinkriegen dass das Ganze funktioniert?

00:39:56: Ja

00:39:57: gerade am Anfang war das natürlich Neuland.

00:40:00: es gab viele neue Begriffe gibt doch viele Einstellmöglichkeiten.

00:40:05: Mindest SoC also State of Charge Ladezustand und Ziel SoC unterschiedliche Lade-Endladesstrategien, das ist für Technikaffine Nutzer noch gut erklärbar und gut greifbar auch.

00:40:18: Aber für den einen oder anderen dann vielleicht doch noch überfordernd.

00:40:23: Ja die Teilnehmer waren ja alle HK oder ETHC Mitarbeiter und diesen natürlichen war gleich eher Technikaffein.

00:40:31: Und selbst dort haben wir gemerkt, dass es natürlich erst mal Zeit braucht am Anfang diese ganzen neuen Begriffe und Zusammenhänge zu verstehen.

00:40:38: Wir beschäftigen uns jetzt schon einige Jahre damit aber ist am Anfang erstmal viel.

00:40:44: Für eine breite Zielgruppe muss das System einfach sein also es darf nicht klärungsbedürftig sein und die Einstellungen werden im Optimalfall dann automatisch getroffen.

00:40:56: Ja das ist glaube ich ne ganz ganz wichtige Erkenntnis, Leinbedienbar sein muss, um es dann eben wirklich zeitnah ausrollen zu können.

00:41:05: Dass diese Lösung entsprechend auch Anwendungen findet.

00:41:08: was mich jetzt nur tatsächlich stutzig macht ist warum ist dieser Automatisierungsgrad für euch so entscheidend?

00:41:15: Ja weil biederechtsnahes Laden im Alltag nur dann funktionieren kann wenn das System möglichst viele Entscheidungen selbst trifft.

00:41:23: Das heißt dass haben wir jetzt auch in die Software mit einfließen lassen Also die Lade- und Entladestrategien, die passen sich automatisch an basierend auf dem Nutzerverhalten der PV-Erzeugung und dem Hauslassprofil.

00:41:36: Ja und die Herausforderung besteht ja jetzt darin das dann so einfach zu machen dass es wirklich auch nicht techniker problemlos anwenden können nutzen können und ist ja auch das Motto von Hager sicher und einfach.

00:41:46: und das heißt in dem konkreten Fall dann weniger manuelle Einstellungen auch weniger Fachbegriffe komplizierte Begriffe aber dafür mehr Automatismen mehr Intelligenz im Hintergrund.

00:41:59: Wir werden jetzt in Richtung Nutzen und Wirtschaftlichkeit schauen, was war so das größte Aha-Erlebnis, was ihr da im Feldtest dann entdeckt habt?

00:42:08: Also mein größtes Aha war tatsächlich die Saisonalität des Nutzens von Bidirektionalnaden.

00:42:15: Man wird vielleicht zunächst mal erwarten dass der Effekt über das ganze Jahr konstant ist.

00:42:20: aber Wir haben da so eine Variation angesehen, dass insbesondere in der Übergangszeit also Frühjahr und Herbst das da viel entladen wird.

00:42:31: Und im Sommer und im Winter dagegen wenig.

00:42:34: Im Winter ist es ziemlich eindeutig wir haben da einfach nicht genügend PV Energie zur Verfügung.

00:42:41: Im Sommer dagegen würde man zunächst eher mal denken ja dann müssen wir eigentlich auch ordentlich.

00:42:48: Tatsächlich haben wir da aber einen PV-Überangebot im Sommer und die Speicher werden einfach niemals leer.

00:42:55: Das heißt, der Schiffmod wird niemals ausgelöst.

00:42:58: und das war für mich so.

00:43:00: das größte Aha!

00:43:02: Wenn ich darüber nachdenke mein größtes Aha-Erlebnis ist jetzt glaube ich nicht so aus dem technischen Bereich sondern eher in eine andere Richtung.

00:43:10: Ich durfte ja selbst an einem Feldtest teilnehmen Und ich habe zufälligerweise während des Feldtests ein Stromausfall erlebt bei mir im Wohngebiet und er darf dann erleben, wie sich so etwas anfühlt.

00:43:24: Und was da für eine Unruhe vielleicht auch aufkommt aber auch das dann für ein beruhigendes Gefühl ist wenn man jetzt einen vollgeladenen Fahrzeugspeicher noch in der Garage stehen hat und weiß okay also der Stromausfall, wenn der jetzt ne Stunde dauert oder vielleicht aber auch war es nicht n Tag oder ne Woche.

00:43:40: Also theoretisch hat man jetzt hier eine Energiereserve und kommt erst mal gut zurecht oder gut über die Runden.

00:43:45: Und ich glaube, der psychologische Nutzen wird oft unterschätzt tatsächlich spielt aber für viele Haushalte schon eine große Rolle.

00:43:53: Ja

00:43:53: das kann ich mir tatsächlich auch gut vorstellen weil es passiert dann doch gar nicht so selten dass Stromausfälle passieren und in dem Moment fühlt man sich ja dahingehend hilflos als ob man nicht weiß okay wann ist der Strom wieder da?

00:44:05: und diese Sicherheit zu haben Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen, das ist ein gutes Gefühl.

00:44:11: Habt ihr irgendwie Zahlen oder irgendwie etwas woran ihr das konkret messbar gemacht habt diesen Nutzen?

00:44:18: Ja also energetisch ist der Nutzen mehr oder weniger direkt messbar.

00:44:23: Also wir können uns zum Beispiel anschauen wie viel zusätzliche Eigenversorgung haben wir verbraucht?

00:44:29: oder welchen Beitrag hat das Vehikel dahoben zur Autarkie oder der Netzunabhängigkeit geleistet?

00:44:36: Und im Feldtest lag diese zusätzliche Audarkie Steigerung durch Spieldirektionales Laden im Durchschnitt bei rund fünf bis zehn Prozentpunkten, also je nach Nutzerprofil.

00:44:49: Im Oktober haben wir sogar bei einem Teilnehmer eine Rekordsteigerung von ein zwanzig Prozentpunkte in der Audarki erreicht was einfach auch nochmal den enormen Hebel verdeutlicht dem er dadurch hat.

00:45:01: Ja das heißt es ist natürlich auch irgendwo abhängig dem Nutzerprofil, wie du gesagt hast also auch von der Disziplin des Nutzers.

00:45:10: Wie er das Ganze nutzt.

00:45:13: und dann schauen wir mal Richtung Wirtschaftlichkeit.

00:45:16: Wie sieht es da aus?

00:45:17: Was war realistisch erreichbar und für welche Kundentypen

00:45:21: auch?

00:45:22: Ja genau wegen dieser Abhängigkeit vom Nutzerprofil ist natürlich auch immer schwierig eine pauschale Aussage zur Wirtschaftlichkeit zu machen.

00:45:29: Uns ist es da wichtig, auch ehrlich zu bleiben.

00:45:32: durch diese Nutzerabhängigkeit wie oft das Fahrzeug Zuhause ist.

00:45:36: Wie auch der Stromverbrauch ist, wie gut das System insgesamt konviguriert ist kann er sehr stark variieren – der wirtschaftliche Vorteil.

00:45:45: und

00:45:46: ja Wickel to Home ist für uns kein pauschales Sparversprechen sondern eher ein Optimierungsbaustein innerhalb eines gut abgestimmten Energiesystems.

00:45:56: Und wenn man jetzt zum Beispiel mal noch Vehicle, du quitt dazu denkt da würden sich dann auch weitere Möglichkeiten ergeben.

00:46:03: So ein Beispiel ist netzdienische Anwendungen Geld zu verdienen.

00:46:06: Finde ich aber gut dass sie es an der Stelle auch nochmal sagt das es eben abhängig ist und eben nicht per se für jeden die Nonplus-Ultralösung ist was vielleicht jetzt nochmal spannend wäre.

00:46:17: Ich meine wir wollen ja unseren Podcast so bisschen fürs Elektrohandwerk Aufnehmen freuen uns natürlich auch über jeden anderen der uns zuhört.

00:46:22: Aber das ist hier so ein bisschen der Fokus des Ganzen.

00:46:25: Da würde mich interessieren, was sind denn da so die Lessons learned ganz konkret fürs Elektrohandwerk?

00:46:31: Welche drei vielleicht zentralen Learnings habt ihr da zusammen vielleicht auch mit den Elektro-Handwerken formuliert.

00:46:37: Also ich werde das vielleicht ein bisschen umformulieren in drei zentrale Fragen, die man an den Kunden stellt bevor man das Produkt installiert.

00:46:46: Ganz wichtig ist

00:46:48: da

00:46:48: wie oft ist das Fahrzeug dann tatsächlich zu Hause und auch angesteckt?

00:46:53: Zweiter Punkt wäre, wie hoch ist der Stromverbrauch im Haushalt.

00:46:57: Gibt es eine Wärmepumpe?

00:46:58: Gibt's vielleicht sogar noch einen Zweitwagen?

00:47:01: und was ist dem Kunden wichtiger?

00:47:04: Maximale Autarkie, Wirtschaftlichkeit oder Versorgungssicherheit?

00:47:09: Ja dazu kann man sagen das immer ganz wichtig ist die Ist-Situation sauber zu erfassen und sich einen guten Überblick zu verschaffen.

00:47:16: Was sind die räumlichen Gegebenheiten Was ist bestehende Infrastruktur?

00:47:21: Was sind die Mobilitätsgewohnheiten, wie der Jan gesagt hat.

00:47:24: Was gehört vielleicht noch dazu?

00:47:26: PV, Wärmepumpe neben der Ladeinfrastruktur, Energiemanagement – was ist schon da und was soll noch installiert werden?

00:47:34: Ich denke das schafft realistische Erwartungen dann auf beiden Seiten und schafft auch Vertrauen zum Kunden!

00:47:40: Was vielleicht auch noch ein wichtiger Punkt ist, den haben wir eben schon mal ganz kurz anklingen lassen.

00:47:44: Da gibt es ja auch eine Fehlannahme die so um Markt rumschwirt.

00:47:47: Vielleicht sollten wir die jetzt auch gerade mal adressieren?

00:47:50: Genau, das haben wir tatsächlich ganz oft gehört.

00:47:53: Man denkt zunächst einmal dass speedrexzinales Laden einen Heimspeiser komplett ersetzen würde.

00:47:59: aber wir haben ja jetzt schon gelernt ganz ohne den stationären Speider geht es nicht zum einen weil wir den natürlich für unseren Schiffmod benötigen Und zum anderen, weil der Heimspeicher natürlich ein zentrales Puffer-Element bleibt.

00:48:13: Wenn man jetzt gerade nicht zu Hause ist mit dem Fahrzeug?

00:48:16: Also speziell beim Vehicle to Home ist der Speicher die Basis, die ergänzt wird durch das bidirektionale Laden und das Fahrzeug unterstützt den Speicher.

00:48:28: Der Speicher kann vielleicht auch ein bisschen kleiner dimensioniert werden je nach Situation aber das Fahrzeuge wird den Speichern da jetzt nicht ersetzen für diesen Use Case Und das ist, denke ich auch ein wichtiger Erklärungsbaustein bei der Kundenberatung.

00:48:42: Ja definitiv!

00:48:45: Ich würde sagen wir haben jetzt wirklich sehr viel gehört von eurem Feldtest und von den Erkenntnissen.

00:48:51: Das ist sehr spannend und ich glaube wir können da auch mit Stolz sagen dass all diese Erkenntnisse auch in die Entwicklung von eben der neuen Vitiflex reingeflossen sind und auch weitere Erkenntnis auch in Zukunft rein fließen werden.

00:49:03: es finales Produkt, sondern wir arbeiten ja auch weiter daran immer besser zu werden.

00:49:08: Deswegen würde ich jetzt vielleicht sagen gucken wir mal so ein bisschen Richtung Zukunft.

00:49:14: Schauen wir einfach mal so etwas.

00:49:15: was kommt denn tatsächlich in Zukunft?

00:49:16: Wann wird bidirektionales Laden aus eurer Sicht am Markt wirklich Alltag?

00:49:22: Ja viele Fahrzeuge sind ja heute schon bereit.

00:49:25: bidirektionales laden also allein die Volkswagen Plattform die mit unserer Lösung kompatibel ist.

00:49:32: das sprechen wir schon von Mehreren hunderttausend Fahrzeugen, die auf deutschen Straßen unterwegs sind.

00:49:39: Und die Funktion ist kein Zukunftsthema mehr, das grundsätzlich heute bereits möglich.

00:49:44: Genau also Technik im Fahrzeug gibt es schon her oft und sehr wichtig ist eigentlich das Ökosystem ja unter allen voran Die Wallbox, die natürlich kompatibel sein muss und das passende Energiemanagement System.

00:49:58: Wenn das richtig zusammenspielt dann ist es auch für den Kunden und auch für das Elektrohandwerk bei der Installation und im Service auch einfach handhabbar.

00:50:06: Und dann kann Bidi laden sehr schnell zum Alltag werden.

00:50:10: tatsächlich, da kommen gerade auch sehr viele neue Anbieter mit Ladeinfrastruktur auf den Markt die Bidi Readiness versprechen.

00:50:18: Da können wir einfach nur empfehlen genauer hinzusehen, genau zu prüfen ob die Kompatibilität gegeben ist und belegbar ist.

00:50:25: weil bei Bidi gilt ganz besonders Augenauf beim Ladestations-Kauf

00:50:33: Kann man sich gut merken!

00:50:35: Wirklich so ja?

00:50:36: Und wie geht es dann jetzt weiter mit dem Thema bidirektionalen Laden nach diesem Feldtest?

00:50:40: Der Feldtest war für uns ganz klar der Startpunkt.

00:50:44: Wir haben eine belastbare Grundlage geschaffen damit und nebenbei noch sehr viel gelernt, wie gesagt einmal technisch aber auch in Bezug auf das Nutzerverhalten und die Installation und darauf bauen wir jetzt auf.

00:50:55: und da wird noch einiges kommen.

00:50:57: Viele der Erkenntnisse aus dem Feldtest fließen bereits neue Produktgenerationen ein und neue Konzepte.

00:51:03: Bidi-Laden ist kein einzelnes Projekt mehr, sondern für uns ein fester Bestandteil unserer strategischen Weiterentwicklung auch bei

00:51:10: Hage.

00:51:11: Ja das sind glaube ich ganz wichtige Worte die wir hier nochmal ganz fett unterstreichen wollen.

00:51:15: also ab jetzt geht es weiter nach vorne mit den Erkenntnissen die wir sammeln und damit kommen wir eigentlich auch schon zum Abschluss dieser heutigen Podcast Folge.

00:51:24: Wir haben wirklich sehr viel gelernt.

00:51:26: mal vielen Dank vorab dafür.

00:51:29: aber was mich noch einmal Interessieren würde, was ist denn eure wichtigste Botschaft an unsere Zuhörer, Elektronsteilteure die sich eben heute mit Vehicle to Home beschäftigen?

00:51:40: Ja meine wichtigste Botschaft ist ganz klar.

00:51:42: Wir sind heute technologisch so weit wie nie zuvor.

00:51:46: Die Lösungen, die sind da, die Nachfrage der Kunden wächst und das Elektrohandwerk Das spielt hier eine ganz zentrale Schlüsselrolle dabei diese Technologie wirklich in die Praxis und in die Häuser zu bringen.

00:51:59: Ja, deswegen die Botschaft wer sich jetzt mit dem Thema beschäftigt und Erfahrungen sammelt.

00:52:04: Der wird in den kommenden Jahren ganz vorne mit dabei sein.

00:52:07: Genau!

00:52:08: Und ich würde noch ergänzen Vehicle to Home oder Vehicle To Anything ist kein kurzfristiger Trend oder irgendwie eine Spielerei sondern das ist wirklich ein integraler Bestandteil für die zukünftige Energieversorgung.

00:52:22: Mein Appell an das Elektrohandwerk wäre deshalb, probiert die Technik aus, baut eine Haare auf.

00:52:29: Ja, die Kunden fragen danach und wer das Ganze jetzt verständlich aktivieren und auch sauber umsetzen kann, der wird zum zentralen Ansprechpartner für moderne Energiesysteme.

00:52:39: Und man muss ja auch ganz ehrlich sagen momentan interessiert sich das ganze Elektrohandwerk für dieses Thema.

00:52:46: wir haben es auf der Leiden-Bilding gemerkt ne?

00:52:48: Wir haben ja die neue Viti Flex vorgestellt, die ja auch auf dem Markt kommen wird.

00:52:54: An der Ecke, da war immer die Hölle los.

00:52:57: Da war immer viel Betrieb wo sich Leute erkundigt haben wie es weitergeht.

00:53:01: bei dem Thema und es ist momentan in aller Munde auch bei meinen Veranstaltungen werde ich immer wieder angesprochen Wie sieht das denn bei euch jetzt mit den Bidi-Laden aus?

00:53:11: Das finde ich ein ganz starkes Signal.

00:53:13: also wie ihr beide schon sagt oder wie ihr drei sagt wir haben die Produkte Wir haben die Lösung Wir haben eine Ahnung wie man das Ganze umsetzt.

00:53:21: d.h.

00:53:22: auch von mir einfach Der Wunsch an euch, Zuhörer.

00:53:25: Wenn ihr da Interesse habt dann kommt in unsere Schulungen fragt nach Wir unterstützen euch bei den Projekten und auch bei euren Fragen Und ich denke da können wir auch gemeinsam sehr viel lernen So wie ihr es auch schon im Feldtest gemacht habt.

00:53:39: Da bin ich ganz gespannt was die Zukunft bringt.

00:53:41: Ja auf jeden Fall

00:53:42: Und schaut gerne mal auf unsere Homepage.

00:53:45: Da haben wir nämlich extra auch etwas geschrieben Zu unserer neuen VitiFlex Die dieses Jahr noch kommen wird Und auch zum Thema bidirektionalen Laden natürlich.

00:53:56: Also schaut da rein und bleibt gespannt, es wird was kommen!

00:54:00: Ganz genau also.

00:54:01: ich würde sagen das hier ist auch kein Abschied für immer sondern... Ich hoffe mal dass Sie mit dem Thema auch nochmal eine Folge füllen können mit den Erkenntnissen die jetzt ab sofort sammeln werdet.

00:54:13: Möchte mich aber an der Stelle schonmal herzlich für Eure Teilnahme heute, für Euer Dasein bedanken.

00:54:17: Sehr gerne.

00:54:18: Vielen Dank für die Einladung.

00:54:19: Und

00:54:21: dann würde ich sagen, wenn ihr dazu Fragen habt schreibt es gerne in die Kommentare.

00:54:25: Dann können wir die Podcast-Folge schneller schon aufnehmen als ich dachte vielleicht und ansonsten hören wir uns bei der nächsten Folge.

00:54:32: Bis dahin!

00:54:33: Bis dann,

00:54:41: ciao!

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